Bachelorarbeit Alexander Richter

Die professionelle Erstellung von 3DAnimations(werbe)filmen und VFX erfordert Strukturierung und Automatisierung, um die unterschiedlichen Arbeiten der Künstler zu kanalisieren und zu einem Gesamtwerk zu summieren. Neben dem künstlerischen Aspekt, der sich mit der Umsetzung des ästhetischen Renderings beschäftigt, existiert der technische Aspekt, der sich mit den unterschiedlichen Zwischenschritten und einem reibungslosen Ablauf auseinandersetzt. Das Ergebnis eines Arbeitsschritts soll bei der Übergabe in den Folgeschritt der Konventionsvorgabe entsprechen und darf nicht mit abweichenden 3DObjektstrukturen, Pfaden, Namen und Texturen versehen sein, die das Weiterarbeiten erschweren oder unmöglich machen.


In professionellen Produktionen an denen eine Vielzahl von Personen beteiligt sind, zum Teil aus unterschiedlichen Unternehmen, stellt eine 3DStudiopipeline eine Sicherung für den Produktionsablauf dar, die die Projektkonventionen durchsetzt und gerade in technischen Fragen Individualität durch Konventionsautomatismen ersetzt. Gleichzeitig müssen bestehende oder häufig aufkommende Probleme frühzeitig erkannt und automatisierte Lösungen vorgeschlagen oder auf die Problematik hingewiesen werden.
Die Problematik erweist sich in der Bildung einer einheitlichen und nachhaltigen Struktur und der Überführung der bestehenden komplexzerstreuten Pipeline ohne ihre Funktionalität zu gefährden. Erschwerend kommt der branchentypische anhaltende Wechsel von Künstlern und Programmierern hinzu, der einen höheren Anspruch an die intuitive Bedienung der Skriptoberflächen, Skripte und Strukturen stellt. Somit spielt neben der Problemlösung und Konventionsprägung die Nutzbarkeit, Einfachheit und Nachhaltigkeit für Künstler und Programmierer eine wichtige Rolle. Für den Künstler stellt die Pipeline einen echten Ersatz zur manuellen Bearbeitung dar, während sie sich für den Programmierer an die unterschiedlichen Anforderungen eines jeden Projekts anpassen lässt.

Das Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung und Strukturierung einer 3DStudiopipeline, mit der gleichzeitigen Überführung und Optimierung einer bestehenden Pipeline und Erweiterung der Nutzbarkeit für Künstler und Programmierer. Dies umfasst strukturelle, softwareergonomische und programmierspezifische Anpassungen, sowie Programmierergänzungen zur Problemlösung und Durchsetzung der Projektkonventionen.