Bachelorarbeit Andre Berger

In allen Bereichen der Bildbearbeitung tritt immer wieder den Ausdruck „linearer Workflow“ auf. Er führt in der Postproduktion zu besseren Bildergebnissen mit einem harmonischen Verlauf von Farben, dank einer gleichbleibenden Steigung der Helligkeit. Zu diesem Thema lässt sich im Internet eine Menge einzelner Beiträge finden.  Anwendungsbeispiele zu jedem einzelnen 3D-Programm gibt es ausreichend. Jedoch ist das Thema deutlich umfangreicher, als lediglich die programmspezifischen Einstellungen in der Anwendung vorzunehmen. Eine einfache Befolgung der Anwendungsbeispiele kann bereits zu besseren Ergebnissen führen. Betrachtet man das Thema allerdings genauer, ist es wichtig sich im Vorfeld intensiver damit auseinanderzusetzen.

So gibt es u.a. für die Texturen viele unterschiedliche Dateiformate mit diversen Eigenschaften. Diese sind bereits linear oder nonlinear mit einer Gammakorrektur abgespeichert. Verwendet man ein Image-based lighting (IBL), bei der eine Textur auf einer Kugel um das gesamte Objekt umrundet liegt und als Beleuchtung dient, ist es dringend erforderlich, dass eine lineare Textur vorliegt. Ansonsten würde der Renderer das Bild fehlerhaft berechnen. Des Weiteren muss davon ausgegangen werden, dass kein Monitor dem anderen gleicht. Jeder hat seine eigene  Gammakorrektur-Kurve, die auf unser menschliches Auge grob abgestimmt ist. Zwar hat sich heute bei den gängigen Monitoren ein Gammawert von 2,2 durchgesetzt, streng betrachtet bleibt aber immer die Frage, auf welchem Ausgabegerät das finale Bild angezeigt werden soll. Je nach Fall, muss somit vorher und hinterher eine Korrektur des Gammawertes vorgenommen werden, damit der Renderer das Bild korrekt berechnen kann und der Helligkeitsverlauf am Bildschirm linear dargestellt werden kann. Diese Bachelorarbeit definiert somit den kompletten „linearen Workflow“ in 3ds Max mittels Vray und verdeutlicht, an welcher Stelle noch Probleme vorhanden sind und wie diese gelöst werden können. Angefangen von der Ermittlung des Gammawertes, bis über die korrekte Berechnung des Bildes und der Anzeige am Monitor. Die Arbeit unterstützt somit das Verständnis des komplexen Themas und führt damit zu besseren Ergebnissen durch einen linearen Helligkeitsverlauf. Am Ende dieser Arbeit werden die Ergebnisse objektiv und subjektiv bewertet um zu beweisen, dass die korrekte Anwendung des linearen Workflows realere Ergebnisse liefert.